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Rückblick auf 80 Jahre Sportclub Markt Heiligenstadt 1946 e.V.

Der Sportclub Heiligenstadt (SCH) wurde 80 Jahre alt und ist doch jung

 

 

 

Der Sportclub Heiligenstadt in Ofr. feierte am Wochenende vom 12. – 14.06.2026 sein 80-jähriges Gründungsjubiläum mit Jugendsport, Musik, Zeltgottesdienst und Festkommers mit Ehrungen.

 

 

Trotz teilweise widriger Wetterverhältnisse ließ sich die Sportfamilie und vor allem der Festausschuss nicht beirren und begann das Fest am Freitag bei strömenden Regen mit dem Bieranstich durch den Schirmherrn Stefan Reichold (1. Bürgermeister Markt Heiligenstadt) in der Halbzeitpause am Sportplatz der AH-Begegnung Teuchatz vs. Heiligenstadt. Am Abend ging es dann mit harter Rock-Musik für das junge Publikum im Festzelt weiter. Der Samstagmorgen bis Spätnachmittag  stand ganz im Zeichen der Jugendfußballspiele der G-, F-, D- und A-Junioren. Am Abend dann wieder Musik für Jung und Alt mit etwas gemäßigter Rock-Musik. Der Höhepunkt am sonnigen Sonntag war dann der Festkommers mit den Ehrungen langjähriger Mitglieder. Davor hielten am Morgen Pfarrer Christian Kaiser (kath.) und Martin Völkel (ev.) einen ökumenischen Zeltgottesdienst. Die dritte Religionsgemeinschaft am Ort mit Pastor Dirk Zimmer (ev. Freikirche) war an diesem Tage leider verhindert. Der Posaunenchor der Evangelischen Kirche Heiligenstadt unterstützte musikalisch die Gemeinde beim Singen.

 

 

Nach dem Gottesdienst spielte die Blaskapelle Hohenpölz zum Frühschoppen und Mittagessen auf und unterhielt die Festgäste mit zünftiger Blasmusik.

 

 

In seiner Festrede ging der 1. Vorsitzende Dieter Hümpfner auf die einfachen Anfänge der Vereinsgründung ein und leitete auf die komplexer gewordenen Anforderungen eines Sportvereins von heute über, nachdem er alle Ehrengäste begrüßt hatte. Auf Anregung von Hans Späth trafen sich 14 sportbegeisterte Männer am 1. Juli 1946 um der Jugend nach den Wirren des Krieges wieder die Möglichkeit einer sportlichen und körperlichen Ertüchtigung zu bieten. Alle Anwesenden waren von dieser Idee begeistert und gründeten an diesem Tag den Sportclub Heiligenstadt in Ofr. Erwähnenswert ist auch, dass bereits in 1947, auf Initiative von Trainer Hans Späth, eine Damenhandballmannschaft gegründet wurde. Bis in die 70er Jahre wechselten die Vorstände des Öfteren und erst mit der Wahl von Ernst Sponsel 1973 begann eine gewisse Kontinuität. Er wurde für seine langjährige Vorstandsarbeit mit der „goldenen Ehrennadel“ geehrt. 1997 wurde dann der bisherige Kassier Hartmut Klein zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Im sportlichen Bereich hat sich Hartmut Klein die Förderung der Jugendarbeit und des Breitensportes zur Aufgabe gemacht. Unter dem Motto „Jugendarbeit von heute ist Vereinsleben von morgen“ wurde die Jugendarbeit immer weiter forciert und erfolgreich vom Vorstand unterstützt. Auch in Heiligenstadt ist die negative Geburtenentwicklung und die allgemeine Angebotsvielfalt für junge Menschen nicht stehengeblieben. Deshalb mussten neue Wege eingeschlagen werden um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Federführend für die Schaffung von Spielgemeinschaften (SG) im Jugendfußball mit Teuchatz und Dürrbrunn/Unterleinleiter war hier der damalige Fußballabteilungsleiter Stefan Reichold. Davor gab es schon Verbindungen zu Königsfeld und Aufseß. Heute ist der aktuelle Fußballabteilungsleiter Johannes Krämer die treibende Kraft sowohl Jugendmannschaften wie auch die 1. und 2. Mannschaft für die Zukunft zu formen. Neben dem Fußball stehen weitere Sportabteilungen für die Sportliebhaber im Verein zur Verfügung. Auch die Tennisabteilung und Tischtennisabteilung, beide gegründet 1978 unter Ernst Sponsel, sind seit Jahren erfolgreich, trotz immer schwieriger werdendes Finden von  Betreuern und Trainern. In der Abteilung Tennis hat Hans Göller Jahrzehnte den sportlichen Fortbestand mit viel Engagement sichergestellt. Die neue Abteilungsleitung um Jens Göller hat mit der Verbreiterung der Aufgabenverteilung ein neues Fundament fortschrittlicher Vereinsabteilungsführung geschaffen, in der wiederum ein Hauptaugenmerk dem Nachwuchs gilt. Etwas schwieriger ist es bei der Abteilung Tischtennis. Trotz jahrelanger Suche nach Verstärkung im Traineramt ist Erwin Kraus ein „Alleinunterhalter“ der Abteilung aber mit großem Erfolg. Auch hier hat der Zuwachs im Jugendbereich enormen Zuspruch. Die 2006 ins Leben gerufene Volleyabteilung bietet eher ein Freizeitsportangebot an, mit wachsendem Interesse. Die ehemalige Leiterin Ulrike Müller und der jetzige Leiter Wolfgang Ulke moderieren die Abteilung im Sinne der Attribute, „Spaß haben“ und dennoch „sportlich aktiv“ sein. Die Gründung der Abteilung Jiu-Jitsu unter der Leitung von Sascha Walter im Jahre 2020 ein weiterer Beweis von Breitensport. Die überwiegenden  Mitglieder sind auch hier unter 18 Jahre jung. Den letzten Höhepunkt der Jugendarbeit erreichte die Einrichtung des Kinderturnens 2023. Junge Mütter probierten mit ihren kleinen Kindern kindgerechtes Turnen von 2-6 jährigen aus. Bis heute ein großer Erfolg. Der Geist von der Förderung des Breitensports und Jugendarbeit, durch Hartmut Klein geprägt, lebt also unisono bei der aktuellen Vorstandschaft unter der Leitung von Dieter Hümpfner seit 2017 bis heute und hoffentlich auch in Zukunft weiter. In den letzten Jahren sind in Bezug auf energiesparende Maßnahmen einige Projekte in Angriff genommen worden. Neben den energiesparenden Flutlichtanlagen (2022) wurde letztes Jahr eine PV-Anlage mit Speicher installiert. Die größte Herausforderung seit Bau des Sportheimes war der notwendige Brandschutz. Mit vereinten Kräften freiwilliger Helfer konnten wir in  fast 3 Jahren Bauzeit den neuen gesetzlichen Vorschriften Folge leisten.

 

 

Danach folgte das Grußwort des 1. Bürgermeisters, Stefan Reichold. Nach der Begrüßung der Ehrengäste und der Vereinsführung als Gastgeber, sprach er seinen Dank aus für das entgegengebrachte Vertrauen bezüglich der Übernahme der Schirmherrschaft. Er wies darauf hin, dass es für ihn eine Ehre sei und es gerne gemacht hat. Seine persönliche Verbundenheit mit dem Verein zeigt auch sein Engagement als ehemaliger Sportler, Funktionär und Trainer. Auch die beiden Pfarrer begrüßte er besonders und hob hervor, dass es klasse war, den Festsonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst zu beginnen. Das zeigt die Haltung und Grundwerte nicht nur in der Gemeinde sondern auch im Sportverein. Bei der Gründung des Vereins nach dem 2. Weltkrieg war es bestimmt nicht immer einfach aber der Wille für die jungen Leute eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu finden war für die 14 Gründungsmitglieder wichtiger und aus heutiger Sicht der richtige Schritt für eine gesellschaftliche Neuausrichtung. Danke dafür. Auf Grund der mittlerweile gelebten Jugendarbeit in allen Abteilungen ist das Vereinsleben des Sportclubs in Zukunft gesichert. Er ging, wie auch schon der 1. Vorsitzende auf die Notwendigkeit von Spielgemeinschaften ein. Stefan Reichold meinte, das ist kein Armutszeugnis sondern vorausschauendes Handeln. Sport ist eine Lehre für das Leben besonders im Umgang mit Siegen aber auch Niederlagen. Menschen reifen dadurch zu verantwortungsvollen Mitgliedern der Gesellschaft. Es ist wichtig, dass alle zusammenhelfen und für einander da sind. Nur gemeinsam kann man gewinnen oder erfolgreich sein. Zum Schluss des Grußwortes bedankte er sich besonders beim Organisations-Team und allen Helferinnen und Helfern für die gemeinsamen Anstrengungen und ihren ehrenamtlichen Einsatz. Ohne dieses ehrenamtliches Engagement aller im Verein wäre die Gemeinde um vieles ärmer.  Sein Wunsch für die Zukunft war: festen Zusammenhalt, ausreichend Nachwuchs, gute Entscheidungen und allen Abteilungen und Mannschaften Freude am Sport, weiter Erfolg und dass alle von Verletzungen verschont bleiben. Als Geschenk überreichte der Schirmherr eine Urkunde und zwei Sitzbänke mit der Bemerkung, dass der Verein aus Menschen besteht. Menschen die Sport treiben, aber auch Menschen, die mitfiebern, anfeuern, manchmal auch mitleiden. Was wäre der Sport ohne die Zuschauer? Bänke sollen zum Verweilen einladen, verbinden, Gespräche begleiten und ein bisschen dafür sorgen, dass sich die Menschen beim Sportclub so wohl fühlen wie in den vergangenen 80 Jahren. Herzlichen Glückwunsch zu 80 Jahren SCH, so die abschließenden Worte des Schirmherrn, Stefan Reichold.

 

 

Der sportbegeisterte neue Landrat Johannes Maciejonczyk erinnerte in seinem Grußwort an einige Begegnungen in Heiligenstadt als Fußballspieler und Schiedsrichter. Ein nicht immer leichtes Unterfangen hier in Heiligenstadt aber es hat vor allem Spaß gemacht sowohl bei Siegen wie auch Niederlagen. Schon als Sportfunktionär gingen seine Blicke in den ganzen Landkreis und somit auch nach Heiligenstadt mit deren engagierten Jugendarbeit. Als Dank für die Einladung bedankte es sich mit einer Urkunde und wünschte dem Verein auch im Namen des Landkreises viel Erfolg und eine gute Zeit.

 

 

Im Anschluss überbrachte Udo Schoberth die Grüße der Bayerischen Sportjugend (BSJ), der Jugendorganisation des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV). Alleine vom Motto des Vereines war er begeistert und sprach seine außerordentlichen Glückwünsche aus. Die Arbeit mit der Jugend ist heute wichtiger denn je. Die Sozialkompetenz, Team- und Konfliktfähigkeit, das Miteinander und Fair Play finden hier sicheren Nährboden.

 

 

Vor den Ehrungen dann noch ein „Spezialauftritt“ von der Fußballaufstiegsmannschaft 2005/2006 in die Kreisliga, also vor 20 Jahren. Ralf Pfeilert stellte die damalig erfolgreiche Mannschaft vor und erzählte Einzelheiten als wäre es erst gestern gewesen. Humorvoll und mit Detailwissen erzählte er von einer erfolgreichen Zeit die heute teilweise noch nicht überboten wurde. Unter den Gesängen des SCH-Liedes verließen die Fußballer die Bühne und machten für die Ehrung langjähriger Mitglieder Platz.

 

 

Dieter Hümpfner hatte die Ehre 32 Mitglieder zu ehren, die 25, 40, 50, 60, 70 und 75 Jahre die Treue dem Sportclub halten. Für 50 Jahre waren dies: Erika Adelhardt, Horst Kraus und Harald Zolleiß. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Erwin Richter und Horst Ott. Und schließlich sind Alfred Lang und Alfred Regus für 70 Jahre Treue zum Verein geehrte worden. Die Urkunde für 75 Jahre Treue konnte nicht überreicht werden, weil Alfred Schmidt aktuell eine Reha besucht. Er bat den 2. Vorsitzenden Peter Kießkalt ein Grußwort vorzulesen in dem er sich zuerst bei dem Festausschuss, der Vorstandschaft, allen ehrenamtlichen Betreuern sowie allen, die sich für den SCH engagieren, bedankte. Weiter schrieb er (Zitat): Deshalb freut es mich außerordentlich, die Erfolge des gesamten Vereins im Jubiläumsjahr besonders zu würdigen. Diese werden unvergessen in die Vereinsgeschichte eingehen. „Wir sind wer“, bekannt von Unterfranken, Mittelfranken bis Hochfranken und noch weiter hinaus“. Dies kommt jedoch nicht von UNGEFÄHR!!! Dies ist eine seit mehreren Jahren intensive Vereinsarbeit von ALLEN Beteiligten.  Es werden von höher spielenden Vereinen unseren Spielern, für ein Zubrot zu ihrem Einkommen, Versprechungen gemacht ….  Mein APPELL: Diese materiellen Angebote stehen in keinem Verhältnis zur Wertschätzung die unsere Spieler beim SCH genießen.

 

 

Eine treffende Aussage, die auch zum Abschluss des Festkommerses und des ganzen Festes nicht besser sein konnte, so Dieter Hümpfner und beendete den offiziellen Teil des Festes.

 

 

Hier der gesamte Artikel mit Bildern, Festprogramm und

 

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Chronik Der SCH wird 80.pdf
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