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Meisterporträt Kreisklasse 2

Die Heiligenstadter Aufstiegs-VETHeranen

Artikel vom 20.06.2018 | Quelle: anpfiff.info, von Markus Schütz

  
Mit neun Punkten Vorsprung überquerte der SC Heiligenstadt am Ende souverän die Ziellinie der Saison in der Kreisklasse 2. Uneinholbar war er bereits vor den letzten drei Partien. Eine verdiente und souveräne Meisterschaft der Mannschaft um Spielertrainer Johannes Veth und den mit Abstand besten Schützen der Liga, Stefan Bartilla. Wir baten den Coach, uns seinen Meister-Kader ein wenig näher vorzustellen.

Der 34-jährige Johannes Veth ist seit Juli 14 Trainer beim SC Heiligenstadt. In der abgelaufenen Spielzeit war er damit gemeinsam mit Martin Taschner (ASV Aufseß) und Roland Zeitler (DJK Don Bosco Bamberg 3) dienstältester Trainer der Kreisklasse 2. Genauso wie Taschner, der in Aufseß aufhört und Roland Zeitler, der mit der DJK3 in die Einser-Kreisklasse schiebt, wird auch Johannes Veth diesen Nimbus verlieren: Er allerdings durch den Aufstieg in die Kreisliga in seiner vierten Saison.


Johannes Veth (re.) nach dem Spiel gegen Aufseß mit dem ehemaligen Spielertrainer Martin Taschner. Veth gelang mit seinen Heiligenstadtern der Sprung in die Kreisliga.

 

Durchwachsener Start und anschließende Serie

Wer nach drei Spieltagen auf die Tabelle geblickt und den SC Heiligenstadt gesucht hat, der musste mit dem Finger weit nach unten fahren, denn nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden aus den ersten drei Spielen befanden sich die Heiligenstadter zwischenzeitlich auf einem Relegationsrang. Der Aufenthalt war allerdings nur von kurzer Dauer, denn es folgte vom 13.08. bis zum 28.10. eine Serie von zwölf ungeschlagenen Spielen, die 32 Punkte am Stück auf das Schnecken-Konto spülten. Schlussendlich konnte die Konkurrenz mit der Konstanz der Mannschaft von Johannes Veth, die sowohl in der Vorrunde als auch in der Rückrunde 32 Punkte holte, nicht mithalten und bereits am viertletzten Spieltag wurde die Meisterschaft mit einem Auswärtssieg in Strullendorf besiegelt. Damit stand nach sechs Spielzeiten Abstinenz die Rückkehr in die Kreisliga vorzeitig fest.


"Wir haben schon versucht, jede Gelegenheit zu nutzen, um unseren Aufstieg zu feiern...", gibt Spielertrainer Johannes Veth zu.

 

Nicht nur die Tabelle spricht für sich...

Dabei waren die Heiligenstadter in vielen Bereichen Spitze: Sie stellen mit dem 35-fachen Torschützen Stefan Bartilla den mit Abstand erfolgreichsten Angreifer der Liga, sie führen mit 164 Zuschauern im Schnitt die Zuschauertabelle an, sie erzielten die meisten Tore aller
Mannschaften, dabei gewannen sie zwölf Mal mit drei oder mehr Toren Unterschied, sie kassierten die wenigsten, sie führen sowohl die Heim-, als auch die Auswärtstabelle an, waren beim torreichsten Spiel der Kreisklasse 2 beteiligt, sie blieben mit elf Mal so oft wie kein anderes Team ohne Gegentor (weil auch Teuchatz zehn Mal keinen Treffer kassierte, heißt das wohl, dass die Bercher nicht gerne den Ball aus den eigenen Maschen holen...) und sie sind nach Gunzendorf und Altendorf immerhin das drittfairste Team der Liga. Beeindruckende Zahlen und Fakten, mit denen man die verdiente Meisterschaft, neben dem Blick auf die Tabelle, die ja sowieso nie lügt, leicht zusätzlich belegen kann. Neun bzw. zehn Zähler waren es dann Vorsprung auf Scheßlitz bzw. Weichendorf. Scheßlitz kassierte zwar sogar eine Niederlage weniger als Heiligenstadt, aber die Grün-Weißen schafften mit 20 Siegen gleich fünf mehr als die Verfolger.


Philipp Reichenberg (li.) war der Ideengeber im Spiel der Heiligenstadter.

"In der Kreisliga kann es nur ein Ziel geben..."

Nun also tritt Johannes Veth mit seiner Mannschaft in der Kreisliga 1 Bamberg an. Gerade für einen Verein wie den SC Heiligenstadt, der seine Spieler nahezu ausnahmslos aus den eigenen Reihen rekrutiert und dessen Personalpolitik von großer Konstanz geprägt ist, gibt es nur das Ziel Klassenerhalt. "Alles andere wäre vermessen. Die Liga zu halten wird knüppelhart.", so der Heiligenstadter Spielertrainer, der in der kommenden Serie weitgehend auf den gleichen Kader zurückgreifen kann. In die Vorbereitung steigen die Heiligenstadter nach ihrer Kerwa ein, die am kommenden Wochenende stattfindet. "Davor und währenddessen mit dem Training zu beginnen, wäre wohl eher wenig effektiv...", grinst Veth. Effektiv wollen und müssen die Heiligenstadter dann auch in der Kreisliga sein. Und ihre Stärken auf den Platz bringen. Die sieht Johannes Veth "in der großen Disziplin und einer hundertprozentigen Einstellung mit viel Kampf und Leidenschaft - und dazu haben wir auch den einen oder anderen richtig guten Fußballer in unseren Reihen. Unser großes Plus ist, dass sich jeder für den anderen den Hintern aufreißt!", lobt er den Teamgeist innerhalb seines Kaders.

 

Auch in der kommenden Saison werden die Heiligenstadter sicher weiterhin mit Kampf und Leidenschaft in die Spiele gehen und jeder sich für den anderen den Hintern aufreißen - in der Kreisliga am Besten sogar noch ein Stück weiter...!

Wir baten Johannes Veth, uns seinen Stammkader ein wenig näher vorzustellen.

Zu ihm selbst befragten wir Spielleiter Ralf Pfeilert.

 

Interview mit Ralf Pfeilert über Johannes Veth
"Ganz abgesehen vom Fußball ist Johannes ein Bomben-Typ! Er hat auch schon viele, viele Stunden nach dem Training oder den Spielen bei uns verbracht. Zum Beispiel beim Karten, wo er regelmäßig gewinnt und beweist, dass er nicht nur gut Fußball spielen kann... Er ist mittlerweile ein 'echter Heiligenstadter Bub' geworden. Auf dem Platz ist ihm kein Weg zu schade und er stellt sich in den Dienst der Mannschaft, das heißt, er spielt da, wo er dem Team im Einzelfall am meisten hilft."

 

Interview mit Johannes Veth über die Spieler

 

Christian Bartilla
"Er ist für diese Liga ein absolut überdurchschnittlicher Keeper. Nicht umsonst spielten wir elf Mal zu Null. Das lag auch an seiner nahezu fehlerfreien Saison. Seit er Vater geworden ist, scheint er noch sicherer zu sein. Er ist zwar kein Schreihals, der von hinten lautstark Einfluss nimmt, aber er hält dich in den entscheidenden Situationen am Leben!

 

Alexander Bähr
"Er ist unser Dauerbrenner auf der linken Seite mit viel Erfahrung. Es war ihm absolut zu gönnen, dass seine Statistiken passen: Er bereitet viele Treffer vor und sorgte auch selbst, wie beispielsweise in Teuchatz, für wichtige Tore. Nachdem er zunächst unter mir nicht ganz so zum Zug kam, wie er sich das gewünscht hat, war ihm diese Entwicklung zu gönnen und er hat sie sich auch verdient."

 

Stefan Bartilla
"Wenn man sich seine Ausbeute anschaut, dann ist eigentlich schon alles gesagt. Hut ab, eine solche Anzahl an Toren muss man erst einmal machen! Ihn habe ich nie aus der Mannschaft herausrotiert, weil er immer hungrig und immer gefährlich ist. Auch, als wir als Meister schon feststanden, war er immer heiß. Wenn du defensiv gut stehst und hast einen wie ihn vorne drin, dann ist das in den meisten Spielen schon die halbe Miete!"


Thomas Bartilla
"Er ist ein Wühler, ein Arbeiter und unser Mittelfeld-Motor. Er ist unwiderstehlich in den Zweikämpfen, haut sich voll rein und ist furchtlos. Er ist wahrscheinlich unser meistgefoulter Spieler. Seine Stärke kommt aber nicht von ungefähr: Er arbeitet brutal an sich, ist unheimlich ehrgeizig und lebt den Fußball."


Matthias Dorsch:
"Er hat eine lustige Entwicklung hinter sich... Kennengelernt habe ich ihn als Spargeltarzan, mittlerweile hat er sich zum Bodybuilder entwickelt und hat einige Kilo an Muskelmasse draufgepackt. Er ist robust und zweikampfstark und hat sich nicht nur körperlich, sondern auch fußballerisch enorm entwickelt."


Daniel Gerov:
"Schlitzi oder Gerovka, wie wir ihn nennen, war bis nach dem Winter unser Mister Zuverlässig! Das war eher untypisch für ihn, denn ab und an hat er sonst immer mal einen Bock gedreht. Aber diesmal war es, selbst wenn alle anderen schlecht waren, so, dass man sich jederzeit auf ihn verlassen konnte. Er erlebte bis zu seiner Verletzung seinen 2. Frühling, konnte auch antreiben und zeigte sich in der Spieleröffnung stark verbessert."


Andreas Kießkalt:
"Er ist unser Flitzer schlechthin, er wetzt die Linie rauf und runter und war Teil unserer Flügelzange 'Kießbähr'... Er ist ein vorbildlicher Athlet, der sich jederzeit in den Dienst der Mannschaft stellt, dazu bissig und ehrgeizig. Und er ist auch neben dem Platz immer gut drauf!"


Johannes Krämer
"Johann ist als Sechser bei uns das, was früher der Vorstopper war. Er ist die Feuerwehr vor der Abwehr, ist kopfball- und zweikampfstark. Dazu ist seine Spieleröffnung stark. Und er weiß, wo das Tor steht - leider meist nur im Training ;-). Johann ist ein super Typ und macht auch außerhalb des Platzes jeden Blödsinn mit. Obwohl er noch recht jung ist, ist er der Kapitän und ein Führungsspieler. Leider hat er immer mal das eine oder andere Wehwehchen und möchte dann schon mal vor der Zeit vom Platz. Aber irgendwie haben wir es heuer sogar ein paar Mal geschafft, dass er über die volle Distanz auf dem Feld stand. "


Florian Lippold
"Er ist unsere Wühlmaus, leider war er in dieser Spielzeit viel verletzt. Er ist total ruhig und unauffällig, aber er hat eine starke Technik und ein gutes Spielverständnis. Wenn er fit und verletzungsfrei ist, kann er das Spiel an sich reißen - allerdings braucht er manchmal dazu auch einen Tritt in den Hintern..."

Markus Männlein
"Unser Küken. Er ist ein sehr bescheidener junger Bursche, aber man merkt, dass er auf dem Fußballplatz noch einiges vor hat. Ihn haben wir aus der Jugend hochgezogen und er hat sich mehr als anständig präsentiert. Ihm gehört die Zukunft beim SCH, er passt voll in unsere Vereinsphilosophie."


Philipp Reichenberg
"Er wird Sunshine genannt, warum das so ist, weiß ich jetzt gar nicht... ;-) Er ist ein absoluter Pfundskerl und er nimmt die Mannschaft auf dem Feld mit seiner Leistung mit. Auch seine persönliche Statistik an Toren und Vorlagen ist sehr ordentlich. Ich habe schon mit einigen Standard-Spezialisten oder Spielern, die starke lange Bälle spielen konnten, zusammengespielt - aber er ist in dieser Hinsicht mit seinem linken Fuß der Stärkste von allen."


Steffen Reichenberg
"Ist der kleine Bruder von Philipp und ist ein witziger Kerl. Er hat zum Beispiel die Angewohnheit, dass er das Training manchmal unterbrechen muss, weil er einen Lachkrampf bekommt. In dieser Spielzeit hat er die größte Entwicklung gemacht, hat in der Fitness und von der Torgefahr her zugelegt. Und wenn sein älterer Bruder gefehlt hat, hat er ihn auf der Zehn würdig vertreten. Er hat großes Potenzial."


Stefan Reichold
"Er ist unser Oldie und seine Entwicklung in dieser Spielzeit kann umschreiben mit: From zero to hero! Er war eigentlich nicht auf der Rechung, aber als wir am Anfang personelle Probleme hatten, musste er ran - und hat als klassischer Libero voll eingeschlagen. Mit seiner stattlichen Größe ist er kopfballstark und mit seinem Stellungsspiel und seiner Erfahrung macht er wett, dass er nicht mehr der Schnellste ist. Er ist ein Wahnsinns-Typ, der sich auch außerhalb des Platzes hervorragend einbringt."


Matthias Severin
"Er ist ein ganz ruhiger Typ und hat eine ähnliche Entwicklung wie Stefan Reichold hinter sich. Es war quasi dann so, dass wir die A-Klassen-Verteidigung der Zweiten hoch in die Erste gezogen haben. Und mit dem notwendigen Quäntchen Glück und starken Leistungen war er dann drin und hat ab da einen wichtigen Beitrag geliefert."


Philipp Weiß
"Er ist der Spaßvogel im Team. Auf dem Platz ist er der Mann fürs Grobe und für die Drecksarbeit und zeigt immer die volle Einstellung, wenn er auf dem Feld steht. Als Automechaniker kommt ihm manchmal zwar ein Öl- oder Reifenwechsel kurz vor dem Training dazwischen - aber wenn er weiterhin die Reifen seines Trainers wechselt, dann soll das in Ordnung sein... ;-)"


Florian Wendler
"Er kam während eines Trainings mal zu mir und sagt: 'Wir haben drei Florians in der Mannschaft, sag bitte einfach DJ zu mir, Trainer.' Ihn kann man mit Matthias Dorsch vergleichen. Er kam quasi aus der Versenkung und wurde durch seinen Einsatz im Training und seinen Ehrgeiz ein fester Bestandteil. Im Training ist er 'der Fragesteller', weil er meistens zu den Übungen noch eine Nachfrage hat. Das ist mittlerweile ein Running Gag bei uns geworden."


Julian Helmer und Benedikt Kroack:
"Julian ist am Anfang der Serie eingesprungen, aber er studiert in Innsbruck und ist dementsprechend nur selten da. Benedikt war eigentlich eine feste Größe, allerdings haben Hausbau und Studium viel Zeit in Anspruch genommen. Er ist zuletzt wieder eingestiegen und ich hoffe, er ist in Zukunft wieder regelmäßig dabei."

 

Das Umfeld beim SC Heiligenstadt, so Johannes Veth:
"Ich muss zugeben: Als Trainer hat man beim SC Heiligenstadt ein Rundum-Sorglos-Paket gebucht, es kann dir nichts Besseres passieren! Egal, ob mit Erich Dorsch oder mit Ralf Pfeilert oder den Jungs aus der Zweiten, es ist ein total harmonisches und lockeres Miteinander. Das macht richtig Spaß, denn da zieht jeder an einem Strang. Mittlerweile hilft auch Dominic Bonds im Betreuer-Stab mit. Wir sind also auch in diesem Bereich richtig gut aufgestellt!"

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